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10.04.2017 - Campus Burghausen: Wirtschaftsnahes Studienangebot für Oberösterreich
Das Campus-Areal an der Marktlerstraße in Burghausen. (Foto: KommExpert)

Das Campus-Areal an der Marktlerstraße in Burghausen. (Foto: KommExpert)

Diskussionsrunde in Braunau: (von links) von Klaus Berer (Wirtschaftskammer Oberösterreich in Braunau), Anton Steinberger (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Burghausen) und Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad, Leiterin des Campus Burghausen. (Foto: ede)

Diskussionsrunde in Braunau: (von links) von Klaus Berer (Wirtschaftskammer Oberösterreich in Braunau), Anton Steinberger (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Burghausen) und Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad, Leiterin des Campus Burghausen. (Foto: ede)

Campus als attraktive Chance für das obere Innviertel – Campus-Infotermine am 19. April und am 20. Mai -

Burghausen/Braunau.
Das oberösterreichische Innviertel will verstärkt das neue Hochschul-Bildungsangebot in Burghausen nutzen. Das zeigte eine kürzlich veranstaltete Gesprächsrunde mit Vertretern des Innviertels und des Hochschul-Campus in Burghausen. Bisher ist ein Student aus Mattighofen am Campus Burghausen und er soll nicht der einzige aus Oberösterreich bleiben. „Der Campus Burghausen ist ein außergewöhnlich wichtiges Strukturelement in der Wirtschaftspolitik von Stadt und Region“, betonte dabei WiföG-Geschäftsführer Anton Steinberger.

Vier hauptsächliche Gründe nannte Klaus Berer, Leiter der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Braunau, bei der Gesprächsrunde mit Campus-Leiterin Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad und WiföG-Geschäftsführer Anton Steinberger für die Attraktivität des Burghauser Hochschul-Angebots:

  • „Es handelt sich bei den jetzt schon angebotenen und noch einzurichtenden Studienrichtungen um Fächer, die von Unternehmen in der Region tatsächlich nachgefragt werden.
  • Die Möglichkeit, in der Nähe des Heimatortes studieren zu können, wird die Zahl der Studierenden in der Region ansteigen lassen.“
  • Außerdem: Eine Abwanderung von jungen Innviertlern mit einem Studienabschluss sei nicht so sehr zu befürchten, als in den Fällen, in denen das Studium weit außerhalb der Region absolviert wird.
  • Und nicht zuletzt fördert das Projekt die Vernetzung der Bildungseinrichtungen dies- und jenseits von Inn und Salzach und der hervorragend aufgestellten Industrie- und Gewerbebetriebe, was der regionalen Wirtschaft wertvolle Impulse verleihen werde.

Genau aus diesen Gründen, die der Braunauer Leiter der Wirtschaftskammer Oberösterreich in der Diskussionsrunde am Hochschul-Campus Burghausen vortrug, hatte sich im vergangenen Jahr Andreas Wilhelm aus Mattighofen für ein Studium in Burghausen als Alternative zu den Hochschulorten Linz oder Wien entschieden.

Eine Vernetzung der Bildungs- und Arbeitsplatzangebote auf beiden Seiten der Grenze gibt es überdies bereits seit langem, denn die HTL-Braunau ist für viele Burghauser Unternehmen eine geschätzte Adresse zur Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter. Außerdem erlaubt die HTL-Matura auch ein Studium am neuen Hochschul-Campus in Burghausen.

Unterstützt wird das grenzübergreifende Studienkonzept auf  beiden Seiten von Inn und Salzach von der EU-Fördermaßnahme für den ländlichen Raum LEADER. In dieser Maßnahme wurde das Thema Bildung und Ausbildung von Fachkräften für die Leitbetriebe der Region als wichtiges Standbein identifiziert. Im grenznahen Oberösterreich gibt es bisher noch keine dezentralen Angebote eines Hochschulstudiums, „aber nicht weit entfernt im bayerischen Raum bieten die Hochschulen Campus Burghausen als Zweigstelle der Hochschule Rosenheim und die FH Pfarrkirchen Ausbildungsmöglichkeiten für Studierende aus unserer Region“, betont Florian Reitsammer, Geschäftsführer LEADER Oberinnviertel-Mattigtal. In dieselbe Kerbe schlägt auch Ferdinand Tiefnig, Bezirksrat in Braunau und Obmann LEADER Oberinnviertel-Mattigtal.

Für den Hochschulstandort Burghausen begrüßten Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad und Anton Steinberger das Interesse aus dem Nachbarland. Gemeinsam bilden der Landkreis Altötting mit dem wirtschaftlichen Schwerpunkt in Burghausen, aber auch der Bezirk Braunau mit den Leitbetrieben in Braunau, in Mattighofen und in Eggelsberg einschließlich ihres Umfelds eine der stärksten Wirtschaftsregionen in ganz Europa.

„Der Campus Burghausen ist ein außergewöhnlich wichtiges Strukturelement in der Wirtschaftspolitik von Stadt und Region“, erklärt Anton Steinberger den strukturpolitischen Ansatz: „Die Prosperität und die Wachstumschancen von Unternehmen hängen im Wesentlichen von der Verfügbarkeit und der Qualität der Mitarbeiter ab.“ Die Hochschule werde dazu wichtige Beiträge in der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in wirtschaftlichen Unternehmensprozessen und technischen Zukunftsanforderungen liefern.

Vor allem auch die gelebte Praxisnähe führt Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad für den Standort ins Feld. Die Nähe zur Großindustrie, aber auch zum technologisch anspruchsvollen Mittelstand, in Kombination zu einer soliden Grundausbildung bestimmen das Hochschulkonzept von Anfang an.

Die Wirtschaft unterstützt die Entwicklung des Campus Burghausen außerdem im Beirat bei der Konzeption von Studiengängen und Studieninhalten. Dieser Weg wird auch in der Entwicklung des weiteren Studienangebots, wie bereits berichtet, mit den Schwerpunkten Materialchemie und Chemietronik sowie einem möglichen Masterstudium beschritten. In der Endausbaustufe soll der Hochschulcampus Burghausen rund 700 bis 800 Studierende aufnehmen können.

Weitere Details im Internet: www.campus-burghausen.de

Die nächsten Infotermine sind am 19. April und am 20. Mai. Am 20. Mai gibt es zudem einen Tag der offenen Tür. Die Einschreibefrist für das kommende Wintersemester beginnt am 1. Mai und läuft bis 15. Juli.

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